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Wallfahrtskirche Mausberg bei Gebenbach – Geschichte, Wallfahrt & Mausbergfest - KulTourAS – Kultur, Reisen & Veranstaltungen im Landkreis Amberg-Sulzbach

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Wallfahrtskirche Mausberg bei Gebenbach – Geschichte, Wallfahrt & Mausbergfest
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Mausberg – Wallfahrt, Geschichte und gelebte Tradition

Mausberg – Wallfahrt, Geschichte und gelebte Tradition  Wo Geschichte, Glaube und Landschaft zusammenkommen  Etwas südlich von Gebenbach, mitten in einer idyllischen Landschaft und umgeben von alten Bäumen, liegt die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau auf dem Mausberg.Wo Geschichte, Glaube und Landschaft zusammenkommen

Etwas südlich von Gebenbach, mitten in einer idyllischen Landschaft und umgeben von alten Bäumen, liegt die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau auf dem Mausberg. Schon seit mehr als 300 Jahren kommen Menschen hierher, um zu beten, innezuhalten und Trost zu suchen.
Heute gehört die denkmalgeschützte Wallfahrtskirche zur Pfarrei St. Martin Gebenbach. Besonders im September, wenn rund um das Fest Mariä Geburt die traditionelle Mausbergfestwoche gefeiert wird, wird der kleine Wallfahrtsort zum Treffpunkt für Pilger und Besucher aus der ganzen Region.
Doch die Geschichte des Mausbergs reicht noch viel weiter zurück.

Eine Geschichte, die im Jahr 1700 beginnt
Der Mausberg wird bereits 1391 urkundlich erwähnt. Die eigentliche Geschichte der Wallfahrt beginnt jedoch im Jahr 1700.
Der Überlieferung zufolge war der damals 56-jährige Gebenbacher Pfarrer Sebastian Grün mit seinem Pferd unterwegs. An einer Stelle, an der sich ein kleines Marienbild in einer Felsnische befand, stürzte er vom Pferd.
Der Pfarrer blieb dabei unverletzt. Er führte dies auf die Fürsprache der Gottesmutter zurück.
Aus Dankbarkeit ließ er an dieser Stelle eine kleine Kapelle in den Felsen hauen. Darin wurde ein hölzernes Bild der Schmerzhaften Muttergottes aufgestellt.
Damit war der Grundstein für die Wallfahrt zum Mausberg gelegt. Die Geschichte ist in einer späteren Aufzeichnung des Gebenbacher Pfarrvikars Romanus Lothes überliefert. Schon wenige Jahrzehnte später berichtet er von zahlreichen Menschen, die zum Mausberg kamen.

Immer mehr Pilger kommen zum Mausberg Die kleine Kapelle konnte den wachsenden Zustrom bald nicht mehr aufnehmen.Immer mehr Pilger kommen zum Mausberg
Die kleine Kapelle konnte den wachsenden Zustrom bald nicht mehr aufnehmen.
1744 wurde deshalb mit freiwilligen Spenden eine größere Holzkapelle errichtet. Bereits ein Jahr später fand eine beeindruckende Prozession statt: Am 3. Oktober 1745 wurde ein neues Gnadenbild von der Pfarrkirche Gebenbach zum Mausberg getragen.
Mehr als 1.000 Menschen sollen damals an der Prozession teilgenommen haben.
Die Wallfahrt hatte damit bereits Mitte des 18. Jahrhunderts eine beachtliche Bedeutung erreicht. Historische Aufzeichnungen berichten sogar von zahlreichen sogenannten „Guttaten“, die Gläubige der Fürsprache Mariens zuschrieben.

Die heutige Kirche entsteht
Die Holzkapelle hielt dem Ansturm der Wallfahrer nicht lange stand. Bereits nach wenigen Jahren war sie so baufällig, dass ein Neubau notwendig wurde.
1752 begann deshalb der Bau einer Steinkirche. Dabei entstand zunächst das Presbyterium, 1753 folgte das Langhaus. In den folgenden Jahren kamen Altäre, Kirchenstühle, Orgel und weitere Ausstattung hinzu.
Interessant ist, dass der Bau von Anfang an mit Problemen zu kämpfen hatte. Der Untergrund war feucht und instabil. Schon während der Bauarbeiten entstanden Risse im Mauerwerk.
Die Befürchtungen des damaligen Pfarrvikars Romanus Lothes sollten sich später tatsächlich bestätigen: Die Kirche musste im 19. Jahrhundert wegen erheblicher Bauschäden teilweise erneuert und grundlegend stabilisiert werden.
Trotz dieser Schwierigkeiten entwickelte sich die Wallfahrtskirche zu einem bedeutenden religiösen Mittelpunkt.

Ein Turm mit bewegter Geschichte
Auch der heutige markante Kirchturm entstand erst später.
Der ursprüngliche hölzerne Dachreiter war im Laufe der Zeit baufällig geworden. 1870 wurde deshalb ein massiver Turm errichtet und mit einem spitzen, schiefergedeckten Helm versehen.
Im folgenden Jahr erhielt die Kirche eine neue künstlerische Ausstattung. Unter anderem entstanden Fresken mit Darstellungen aus dem Marienleben. An der Empore wurden Bilder Christi und der zwölf Apostel angebracht.
So entstand Schritt für Schritt das Erscheinungsbild, das den Mausberg bis heute prägt.

Im Zentrum der Wallfahrtskirche auf dem Mausberg steht das Gnadenbild der Gottesmutter. Seine genaue Herkunft ist nicht überliefert. Nach Einschätzung des Madonnenbildforschers P. Theophil Briemle O.S.F. könnte es sich um eine Kopie eines Bildes aus dem Umfeld des berühmten Malers Lucas Cranach handeln. Das Gnadenbild – Mittelpunkt der Wallfahrt
Im Zentrum der Wallfahrtskirche steht das Gnadenbild der Gottesmutter.
Seine genaue Herkunft ist nicht überliefert. Nach Einschätzung des Madonnenbildforschers P. Theophil Briemle O.S.F. könnte es sich um eine Kopie eines Bildes aus dem Umfeld des berühmten Malers Lucas Cranach handeln. Eine eindeutige Zuordnung ist allerdings nicht möglich.
Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Symbole und lateinischen Inschriften rund um das Marienbild.
Rose, Lilie und Veilchen stehen dabei symbolisch für Gottheit, Keuschheit und Demut. Eine weitere Inschrift verweist auf den Schmerz der Mutter um ihr Kind.
Gerade diese vielen kleinen Details machen das Gnadenbild zu einem besonderen Bestandteil der Mausbergkirche. Wer sich etwas Zeit nimmt, entdeckt an dem Bild weit mehr als eine klassische Darstellung der Muttergottes.

Der Kreuzweg hinauf zum Wallfahrtsort
Der Weg zum Mausberg ist ebenfalls Teil der Wallfahrt.
Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Aufstieg gestaltet und mit einem Kreuzweg versehen. 1863 wurde dieser feierlich eingeweiht. Die heutigen Kreuzwegstationen gehen auf eine spätere Erneuerung zurück: Anfang des 20. Jahrhunderts wurden neue Sandsteinsäulen und Stationsbilder geschaffen. 1906 erfolgte die feierliche Weihe.
So wird schon der Weg hinauf zum Mausberg zu einem Teil des Besuchs.

Das Mausbergfest – Tradition seit Generationen
Einmal im Jahr wird es auf dem Mausberg besonders lebendig.
Rund um das Fest Mariä Geburt am 8. September findet die traditionelle Mausbergfestwoche statt. Sie ist heute ein fester Bestandteil der Bergfesttradition im Landkreis Amberg-Sulzbach.
Neben dem Mausberg gehören auch das Mariahilfbergfest in Amberg, das Annabergfest in Sulzbach-Rosenberg, das Frohnbergfest in Hahnbach und das Bergfest in Vilseck zu dieser Reihe von Wallfahrtsfesten.
Das Mausbergfest verbindet dabei zwei Dinge, die seit Jahrhunderten zusammengehören: Wallfahrt und Gemeinschaft.
Gottesdienste, Andachten, Rosenkranzgebete und Kreuzweg stehen im Mittelpunkt. Gleichzeitig treffen sich die Besucher nach den Gottesdiensten zum Gespräch, zu einer Brotzeit und zum gemütlichen Beisammensein.

Vom eintägigen Bergfest zur Festwoche
Die heutige Form des Mausbergfestes entwickelte sich insbesondere ab den 1980er Jahren.
1981 begann die Pfarrei, rund um Mariä Geburt eine ganze Woche mit täglichen Gottesdiensten zu gestalten. Gleichzeitig wurden die Renovierungsarbeiten an der damals dringend sanierungsbedürftigen Kirche vorbereitet.
Nach der Renovierung wurde die Wallfahrtskirche am 2. September 1991 durch Bischof Manfred Müller feierlich eingeweiht. Damit erhielt auch das Mausbergfest seine bis heute bestehende Struktur.
Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tragen bis heute dazu bei, dass die Festwoche stattfinden kann.

Der Mausberg heute
Der Mausberg ist längst nicht nur während der Festwoche ein besonderer Ort.
Die Kirche liegt ruhig und idyllisch mitten in der Landschaft. Der Weg hinauf, die Bäume rund um die Kirche und die besondere Atmosphäre machen den Mausberg auch außerhalb der Wallfahrtstage zu einem lohnenden Ziel.
Wer hierherkommt, muss nicht unbedingt aus religiösen Gründen unterwegs sein. Manche Besucher suchen die Stille, andere interessieren sich für die Geschichte und Kunst der Kirche, wieder andere verbinden den Besuch mit einer Wanderung oder Radtour.
Auch als Ort für Taufen und Trauungen wird die Wallfahrtskirche genutzt.
Und so treffen am Mausberg Vergangenheit und Gegenwart aufeinander: Wallfahrer, Wanderer, Radfahrer, Familien und kulturgeschichtlich Interessierte erleben denselben Ort jeweils auf ihre eigene Weise.

Ein Stück lebendige Heimatgeschichte
Mehr als 300 Jahre Wallfahrt haben Spuren hinterlassen.
Die Geschichte des Mausbergs erzählt von Glauben und Dankbarkeit, aber auch von Gemeinschaft, Opferbereitschaft und dem Engagement vieler Generationen. Die Kirche musste gebaut, repariert, erweitert und immer wieder erhalten werden. Hinter all dem standen Menschen, die sich mit diesem besonderen Ort verbunden fühlten.
Vielleicht ist genau das die Besonderheit des Mausbergs:
Er ist nicht nur ein altes Gotteshaus auf einem Berg. Er ist ein Ort, an dem Geschichte bis heute gelebt wird.
Wer den Mausberg besucht, kann deshalb vieles entdecken – die Wallfahrtsgeschichte, das geheimnisvolle Gnadenbild, die Kunst in der Kirche, den alten Kreuzweg und die besondere Landschaft rund um den Berg.
Und vielleicht versteht man dann auch, warum die Menschen seit mehr als drei Jahrhunderten immer wieder hierherkommen.
Der Mausberg – ein Ort zum Schauen, Staunen, Innehalten und Entdecken.

Quellen und weiterführende Informationen
Historische Grundlage dieses Beitrags sind insbesondere die von der Gemeinde Gebenbach veröffentlichte „Chronik Gebenbach – Wallfahrt Mausberg“ sowie die Dokumentation zur Entwicklung des Mausbergfestes. Ergänzend wurden die Informationen der Pfarrei Gebenbach zum Gnadenbild und zum Mausbergfest sowie aktuelle regionale Informationen berücksichtigt.
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