🐐 Bockbierfest beim „Bartl“ – Das große Archiv
📜 Der Chronik-Rückblick: Teil 2 (2011 bis 2020)
📅 Bockbierfest 2020Starkes Bier, starke Sprüche und ein fulminantes 20-jähriges Jubiläum der Kapellenbrüder
- Das Fest: Zum großen Meilenstein strömten die Starkbierfreunde wieder in Scharen herbei, um sich bei kulinarischen Leckerbissen, dem süffigen Sperber-Stiber-Bock und dem feinen Sperber Weizenbock verwöhnen zu lassen, was die ohnehin großartige Stimmung im Saal des Gasthauses „Zum Bartl“ perfekt abrundete.
- Die Kapellenbrüder: Ein wahrhaft historisches Novum feierte das beliebte Trio, denn der Lehrer (Anton Fenk), der Pfarrer (Armin Kraus) und der Wirt (Hans-Jürgen Reitzenstein) standen in diesem Jahr bereits zum sage und schreibe 20. Mal auf der Bühne, um den Mächtigen aus Rathaus und Politik gehörig den Marsch zu blasen. Mit gewohnt spitzer Feder hatte Karl-Heinz Neidl den Akteuren einen grandiosen Vortrag auf den Leib geschneidert, der vom Leerstand in der Stadt über das Liliencenter bis hin zum größenwahnsinnigen Namen der „Oberpfalz Arkaden“ alles humorvoll, aber auch nachdenklich durchleuchtete – ein Auftritt, für den sich Bartlwirt Martin Lotter am Ende unter tosendem Applaus mit Gutscheinen beim Jubiläums-Dreigestirn bedankte.
- Unterhaltung: Für die perfekte, stimmungsvolle Melodien-Umrahmung des Abends zeichnete die „Erlboch Musi“ mit ihrem spielfreudigen Frontmann Bernhard Luber verantwortlich.
📅 Bockbierfest 2019Zünftige Melodien, herzhaftes Essen und das traditionelle Levitenlesen am Feuerhof
- Das Fest: In einem hervorragend besetzten Lokal durfte Wirt Martin Lotter eine gut gelaunte Festgesellschaft begrüßen, die sich die bayerischen kalten und warmen Spezialitäten aus der Wirtsküche schmecken ließ, während der Sperber-Stiber-Bock fleißig aus den Zapfhähnen lief.
- Highlights: Bereits zum 19. Mal schlüpften die drei Protagonisten in ihre Paraderollen, um nach dem feierlichen Einzug mit dem Bayerischen Defiliermarsch die große und kleine Politik schonungslos zu sezieren. Mit ihren treffsicheren Pointen aus der Feder von Karl-Heinz Neidl hatten die Kapellenbrüder die Lacher von Anfang an konsequent auf ihrer Seite, sodass der gelungene Auftritt am Ende vom gesamten Saal mit begeistertem Applaus gewürdigt wurde.
- Unterhaltung: Die bewährte „Erlbachmusi“ mit Bernhard Luber hielt die musikalische Fahne hoch und sorgte für rundum gesellige Stunden im Wirtshaus.
📅 Bockbierfest 2018Kernige Sprüche beim Feuerhofer Dreigestirn und zugkräftige Männer am Hakeltisch
- Das Fest: Neben dem bewährten Hauptmann-Stiber-Trunk vom Fass und dem Weizenbock aus der Brauerei Sperber bot die rustikale Sonderkarte die ideale, deftige Grundlage für einen rundum gelungenen und stimmungsvollen Starkbierabend.
- Die Kapellenbrüder: Zum 18. Mal zog das gefürchtete Dreigestirn vom Feuerhof in den Saal ein, um das aktuelle Zeitgeschehen genüsslich durch den Kakao zu ziehen, wobei sich so mancher Gast unweigerlich in den Ausführungen wiederfand. Selbst der anwesende, frisch wiedergewählte 1. Bürgermeister Michael Göth brauchte an diesem Abend ein beachtlich dickes Fell, um die zynischen Anspielungen des Trios klaglos zu schlucken, was das Publikum mit anhaltenden Lachsalven und Applaus belohnte.
- Fingerhakelmeisterschaft: Als weiterer Höhepunkt startete unter der bewährten Regie von Thomas „Jimmy“ Gebhardt der mittlerweile 9. Vorentscheid zur Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln. Nach einer spannenden Vorrunde sicherte sich Andreas Moser gegen Kevin Renner den respektablen 3. Platz, während sich im knallharten Finale Rudi Stief und Martin Ruder gegenübersaßen. In einer packenden, gleichwertigen Zuggeschichte bewies Martin Ruder am Ende den längeren Atem, siegte als Erstplatzierter und sicherte sich damit das Ticket für das große Finale am 23. April in Breitenbrunn.
- Best-of Stammtisch-Sprüche:
- Über die Kulturpolitik: „Wir könnten den Luitpoldplatz gleich in Museumsplatz umbenennen, denn neben dem Apotheken- und Buchdruckmuseum haben wir bald ein Wirtshausmuseum und, wenn die Computer erst alles übernommen haben, ein Stadtverwaltungsmuseum im Rathaus mit Markus Lommer als Direktor!“
- Über die Polizei: „Die Sulzbach-Rosenberger Polizei trägt ja jetzt Blau, was zu argen Verwechslungen führt – neulich war beim Bartl so ein Blauer im Wirtshaus und man wusste gar nicht, ob das nun ein Polizist oder einfach einer vom Stammtisch war!
📅 Bockbierfest 2017Gehakelt und gefrotzelt – Ein Garant für echte bayerische Wirtshauslaune
- Das Fest: Das traditionelle Fest ging im vollbesetzten Gasthaus zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten über die Bühne, wobei deftige Köstlichkeiten wie Pfeffertopf, Grillteller oder Holzfällersteak den Genuss des starken Sperber Stiber-Bocks (7,5 %) und des Weizenbocks (7,2 %) hervorragend unterstützten.
- Highlights: Unter den majestätischen Klängen des Defiliermarsches betraten die Kapellenbrüder die Bühne und erinnerten die Großen und Kleinen der Stadt lautstark daran, was im lokalen Argen liegt. Für diesen verbalen Rundumschlag gab es reichlich Applaus, und Wirt Martin Lotter hob in seiner Dankesrede ganz besonders den unermüdlichen Chronisten Karl-Heinz Neidl hervor.
- Fingerhakelmeisterschaft: Bei der 8. Auflage der Stadtmeisterschaft ging es gewohnt dramatisch zu, denn die Kontrahenten schenkten sich keinen Millimeter. Während Dominik Doleschal den 3. Platz gegen Jürgen Meier errang, lieferten sich Bastian Fleischmann und Martin Luber im Finale ein an Dramatik kaum zu überbietendes, minutenlanges Duell, aus dem Bastian Fleischmann schließlich als glücklicher Finalteilnehmer hervorging.
📅 Bockbierfest 2016Gerstensaft vom Feinsten, zynische Predigten und Sekunden-Entscheidungen
- Das Fest: Die Erlboch-Musi mit Bernhard Luber startete von Beginn an voll durch und begeisterte die feiernde Menge mit urtypischen Melodien, während die Küche mit einem reichhaltigen Speisenangebot die nötige Grundlage für die durstigen Kehlen schuf.
- Highlights: Mit den Worten „Der Lehrer, der Pfarrer und der Wirt, die wissen alles im Fall des Falles“ stürmte das Trio den Saal und deckte so manches Missgeschick lokaler Persönlichkeiten auf. Neben den Lachern gab es auch nachdenkliche Töne, bevor sich der Veranstalter herzlich für das spitzfindige Manuskript bedankte.
- Fingerhakelmeisterschaft: In der 7. Runde des Turniers traten acht kräftige Männer an den Wettkampftisch. In den Ausscheidungen siegte Matthias Weiß über Willi Meier und holte Platz 3, während der Endkampf zwischen Thomas Häckl und Jonas Frischholz eine verdammt kurze Angelegenheit war: Nach nur einem Wimpernschlag hatte Thomas Häckl seinen Gegner über den Tisch gezogen und damit die Eintrittskarte für das Finale gelöst.
- Best-of Stammtisch-Sprüche:
- Über das Vereinsleben: „Die Vereine haben es heute wirklich schwer, weil keiner mehr den Vorstand machen will; die Alten sagen, sie können nicht mehr, und die Jungen kriegst du nicht aus dem Zimmer – darum prüfe, wer sich wählen lässt, denn du hast das Amt schließlich bis zu deinem Tod!“
📅 Bockbierfest 2015Starke Männer, viel Spott und ein flammendes Plädoyer für die Nächstenliebe
- Das Fest: Getreu der alten Wirtshaustradition eröffneten Bernhard und Xaver von der „Erlbochmuse“ den Abend im Hotelgasthof „Zum Bartl“ in gewohnt urbayerischer Manier, was perfekt zu den einfachen, deftigen Gerichten der Wirtsfamilie Lotter passte.
- Die Kapellenbrüder: Unter dem vielsagenden Motto „Su-Ro bergauf / Su-Ro bergab“ nahmen die drei Charaktere die Politik-Mafia mit harten, augenzwinkernden Auslegungen aufs Korn. Da im vergangenen Jahr im Ortsteil eher wenig passierte, griffen sie auf Insiderwissen zurück: So verkündete der Lehrer stolz, dass der Wirtssohn Franz Lotter mit 30 Jahren im Internet endlich die Partnersuche erfolgreich beendet habe, wodurch ihm der einsame Gang auf den Annaberg als „Übriggebliebener“ erspart blieb. Zum Abschluss schlugen sie jedoch ernste Töne an und riefen in Zeiten des demografischen Wandels zu mehr Unterstützung für die Aktion „Sulzbach-Rosenberg hilft!“ auf, um den Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mussten, mit echter Nächstenliebe zu begegnen.
- Fingerhakelmeisterschaft: Unter der bewährten Leitung von „Jimmy“ Gebhardt gingen wieder etliche Mutige an den Tisch, wobei sich nach langen, kräftezehrenden Ausscheidungskämpfen schließlich Werner Ertl in einem packenden Finale gegen Johannes Hollweck durchsetzen konnte.
📅 Bockbierfest 2014Ein frecher Ritt vom Leder und sportliche Höchstleistungen am Wettkampftisch
- Das Fest: Ganz nach dem kämpferischen Tagesmotto „Wir ziehen frisch und frech vom Leder – sein Fett weg kriegt bei uns ein jeder“ war die Veranstaltung von Anfang an geprägt von bissigem Humor, sportlichem Ehrgeiz und hervorragendem Essen, stilvoll umrahmt von der „Erlbochmusi“.
- Highlights: Die drei Kapellenbrüder lieferten eine fulminante, bissige Rede ab, in der sie unter anderem anprangerten, dass ein traditionsreiches Sulzbacher Geschäft schließt und die Kunden unverfroren gebeten werden, fortan beim Nachfolger in Amberg einzukaufen. Hausherr Martin Lotter lobte den gelungenen Auftritt und bedankte sich ausdrücklich beim Autor Karl-Heinz Neidl.
- Fingerhakelmeisterschaft: Acht Teilnehmer duellierten sich im sportlichen Wettkampf, bei dem Dietmar Kunert den hervorragenden dritten Platz errang. Im großen Finale siegte schließlich Norbert Klier in einem packenden Duell gegen Martin Ruidisch, woraufhin Christian Sperber den Erstplatzierten unter großem Jubel die wohlverdienten Sachpreise überreichte.
📅 Bockbierfest 2013Sarkastische Töne, leise Haflinger und eine kulinarische Spezialitätenkarte
- Das Fest: Wirt Martin Lotter verwöhnte die Starkbierfreunde in seinem vollbesetzten Lokal mit einer ganz besonderen Karte, auf der sich passend zum Abend Köstlichkeiten wie eine Bockbierzwiebelsuppe, eine Bockbierfestplatte oder ein deftiger Bockbierfestspieß befanden.
- Die Kapellenbrüder: Das Trio zog wieder einmal alles durch den berühmten Kakao und deckte schonungslos die Missstände im dürftigen Stadtgeschehen auf – so stellten sie fest, dass die Region neben dem LCC (Landkreis-Congress-Centrum) nun auch stolzer Besitzer eines LLC sei, was treffend als „Leeres Lilien-Center“ übersetzt wurde. Großen Applaus gab es auch für die „Haflinger Musi“, die sich an diesem Abend mit der Lautstärke dezent zurückhielt, da die Kapellenbrüder scherzhaft angedroht hatten, die Musikanten andernfalls als „Haflinger“ in der Lasagne zu verarbeiten.
- Fingerhakelmeisterschaft: Die Meisterschaft in der 3. Runde wurde an einem brandneuen, absolut regelkonformen Wettkampftisch ausgetragen. Nachdem Patrick Fröhlich über Erwin Schneider siegte und Platz 3 belegte, fackelte Norbert Klier im Endkampf nicht lange: Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er seinen Kontrahenten Thorsten Mutzbauer über den Tisch gezogen und sich die Eintrittskarte für das Finale gesichert hatte.
📅 Bockbierfest 2012Die Bürgermeisterwahl durch das Bierglas betrachtet und ein Urgestein in Höchstform
- Das Fest: Unter dem vielstimmig ausgerufenen Motto „Auf geht's, Leit, es is Starkbierzeit“ erlebten die zahlreichen Gäste einen langen, zünftigen und sportlichen Abend, der von der „Haflinger Musi“ und den kulinarischen Schmankerln der Wirtsfamilie Lotter perfekt getragen wurde.
- Highlights: Angeführt vom Bayerischen Defiliermarsch betraten die Kapellenbrüder den Saal und nahmen die gesellschaftliche Prominenz sowie die große Politik aufs Korn, wobei in diesem Jahr die heiß diskutierte Bürgermeisterwahl in Sulzbach-Rosenberg das absolute Hauptthema bildete. Neben der bissigen Rede von Karlheinz Neidl strapazierte auch das Feuerhofer Urgestein Otto Kummer mit seinen unnachahmlichen Witzeinlagen die Lachmuskeln der anwesenden Gäste.
- Fingerhakelmeisterschaft: Unter der souveränen Leitung von Jimmy Gebhardt wurde es am Hakeltisch emotional, denn nachdem hochkarätige Teilnehmer wie Michael Göth und Christian Sperber bereits in der Vorrunde ausgeschieden waren, kam es zu einem spannenden Finale, in dem Martin Ruidisch seinen Gegner Willi Meiler bezwang und als strahlender Sieger feststand.
📅 Bockbierfest vom 19. März 2011
Ein denkwürdiger Etappensieg in Rekordzeit und eine elfjährige Erfolgsserie
- Das Fest: Wie in jedem Jahr zur Fastenzeit fanden sich im gemütlichen Gasthaus zahlreiche, auch prominente Starkbierfreunde ein, um bei süffigem Weltenburger Asam-Bock, feinstem Weizenbock und bockbierzubereiteten Gerichten gemeinsam zu schunkeln und zu feiern.
- Die Kapellenbrüder: Bereits zum elften Mal in ununterbrochener Folge trat das eingespielte Trio auf und sorgte mit seinen verschmitzt-hinterfotzigen Anmerkungen zum regionalen Geschehen für heitere, bei manchen Betroffenen aber auch für leicht betretene Gesichter. Ein großer Dank galt hierbei auch Walter Heldrich, der im Hintergrund verlässlich als Themenlieferant fungierte.
- Fingerhakelmeisterschaft: Nach einer spontanen und deftigen Witzeinlage von Otto Kummer traten acht kräftige Männer im K.O.-System gegeneinander an, um die bayerischen Kräfte zu messen. Während Wolfgang Birner das kleine Finale für sich entschied und den 3. Platz belegte, kam es im mit Spannung erwarteten Endkampf zu einer echten Sensation: Mit einer fulminanten Blitzattacke zog Christian Regn seinen Kontrahenten Benjamin Stöckl in rekordverdächtiger Geschwindigkeit über den Tisch und sicherte sich damit den umjubelten Etappensieg.
🍻 Das zeitlose Schlusswort unserer Kapellenbrüder: „Hopfen und Malz erleichtern die Balz, drum gehen wir ab, doch noch nicht Heim – denn ein paar Seideln gehen noch rein! Wir kommen nächstes Jahr gern wieder: Eure drei Kapellenbrüder.“
⏳ Fortsetzung folgt...
Der dritte Teil unserer großen Vereins- und Wirtshauschronik, der die denkwürdigen Ereignisse und unvergessenen Bockbierfeste ab dem Jahr 2021 dokumentiert.
