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20 Jahre Kapellenbrüder - Kultur und Reisen, die Freude machen

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🐐 Bockbierfest beim „Bartl“ – Das große Archiv
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Bockbierfest beim "Bartl"
📜 20 Jahre Kapellenbrüder: Die heilige Dreifaltigkeit des Derbleckens
 
Der Ursprung: Es ist kaum zu glauben, aber die Geburtsstunde dieses Wirtshaus-Phänomens schlug im Jahr 2001. Damals entstand in den Reihen der Siedlergemeinschaft – initiiert durch den kreativen Impuls von Walter Heldrich – die Idee, das traditionelle Bockbierfest beim Bartl mit einer völlig neuen Form der Unterhaltung aufzupeppen. Das Ziel war von Anfang an klar gesteckt: Kein plumpes „Draufhauen“, sondern ein feinsinniger Blick auf die lokalen Geschehnisse – gespickt mit scharfer Kritik, gesundem Witz und stets einem Hauch von Nachdenklichkeit.
 
Die Gründerväter und das Personal-Karussell: Die passenden Charakterköpfe für dieses ambitionierte Projekt waren im Ortsteil schnell gefunden. Die Premieren-Besetzung bestand aus Richard Sperber als Pfarrer, Anton Fenk in der Rolle des Lehrers und Hans-Jürgen Reitzenstein als Wirt. Dass aus diesem vermeintlich kurzfristigen Experiment eine stolze, 20-jährige Erfolgsgeschichte werden sollte, ahnte damals niemand. Im Laufe der zwei Jahrzehnte verlangte das Leben den Akteuren jedoch den einen oder anderen Rollentausch ab:
 
     
  • Die Kanzel: Nach einigen Jahren übergab Richard Sperber das Pfarrerkostüm an Manfred Eckert, bevor dieser das geistliche Amt schließlich in die Hände des aktuellen „Hochwürdens“ Armin Kraus legte.
  • Das Pult: Selbst der sonst so standhafte Lehrer Anton Fenk musste zwischenzeitlich einmal pausieren und überließ das Zepter dem Friseur Stefan Ertl, der kurzzeitig für den perfekten, scharfkantigen Schnitt bei den Pointen sorgte.
  • Der Tresen: Auch Wirt Hans-Jürgen Reitzenstein musste unfreiwillig eine kurze Pause einlegen, wobei er glücklicherweise kongenial von Armin Kraus in einer fliegenden Doppelrolle vertreten wurde.
 
Der Meister im Hintergrund: Doch der frenetische Applaus im Rampenlicht des vollbesetzten Saals gebührt nicht den Darstellern allein. Denn die drei Brüder auf der Bühne können letztlich nur so gut agieren, wie es das Skript im Hintergrund erlaubt. Hier zieht seit nunmehr zwei Jahrzehnten Karl-Heinz Neidl als genialer „Chef-Schreiberling“ die Fäden. Mit seiner unnachahmlich spitzen Feder gelingt es ihm Jahr für Jahr, den Mächtigen der Stadtverwaltung schonungslos den Spiegel vorzuhalten und die skurrilsten Anekdoten aus dem Siedlungsgebiet detailverliebt aufzubereiten.
 
Für diesen unermüdlichen, kreativen und absolut ehrenwerten Einsatz zollten sowohl die Kapellenbrüder als auch Gastwirt Martin Lotter ihrem Chronisten tiefsten Respekt und ein herzliches Vergelt’s Gott! Der grandiose Zuspruch der treuen Feuerhofer Starkbierfreunde ist und bleibt der schönste Lohn für 20 Jahre gelebte Wirtshauskultur.
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