🍻 Legenden gehen in Rente: 25 Jahre Kapellenbrüder! ⛪️👨🏫🍺
Amen, Aus und Ende: Die Kapellenbrüder hängen die Kutten an den Nagel
Man soll aufhören, wenn der Bock am besten schmeckt! Nach 25 Jahren scharfzüngiger Predigten, pädagogischer Zeigefinger und hopfenreicher Wirtshaus-Analysen haben die legendären „Drei Kapellenbrüder“ im Gasthaus „Zum Bartl“ am Feuerhof ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten.
Was 2001 aus einer klassischen Bierlaune heraus geboren wurde (danke an Walter Heldrich für diese Initialzündung!), endete am Samstag, den 28. Februar, mit einem fulminanten Finale. Ein Vierteljahrhundert lang haben sie die Stadtpolitik seziert, lokale Skandälchen filetiert und das Weltgeschehen auf Feuerhofer Maßstäbe heruntergebrochen.
Ein Dreigestirn mit spitzer Feder
Das Erfolgsrezept war simpel, aber tödlich effektiv: Man nehme einen Pfarrer (Armin Kraus), einen Lehrer (Anton Fenk) und einen Wirt (Hans-Jürgen Reitzenstein). Diese heilige Dreifaltigkeit des Derbleckens legte am Samstagabend ein letztes Mal die Finger in die Wunden, die die große und kleine Politik so aufgerissen hat.Hinter den Kulissen sorgte dabei Karl-Heinz Neidl als „Chef-Schreiberling“ dafür, dass die Pointen saßen wie ein frisch gezapftes Bockbier. Ob Landkreis-Gezänke oder die Eigenheiten der Sulzbach-Rosenberger – Neidl goss das Geschehen in Texte, die mal bissig, mal mahnend, aber immer humorvoll waren.
Hochprozentiger Respekt
Dass die Kapellenbrüder über die Jahre Kultstatus erreicht haben, bewies auch die Gästeliste. Sogar Bürgermeister Stefan Frank ließ es sich nicht nehmen, persönlich Abschied zu nehmen. Und wie zollt man einem Trio Respekt, das 25 Jahre lang die Wahrheit (und ein bisschen Spott) unters Volk gebracht hat? Richtig: Mit einer Runde Schnaps für alle Beteiligten! Ein flüssiges Dankeschön, das die Wehmut über den Abschied zumindest kurzzeitig in Vergessenheit geraten ließ.Ein Rückblick auf das „Personal-Karussell“
In 25 Jahren blieb natürlich kein Stein auf dem anderen. Wir erinnern uns an:- Die Pfarrer: Von Richard Sperber über Manfred Eckert bis zum aktuellen „Hochwürden“ Armin Kraus.
- Die Lehrer: Anton Fenk blieb meist standhaft, musste aber zwischendurch mal einem Frisör (Stefan Ertl) den Vortritt lassen (vielleicht für den besseren Schnitt bei den Witzen?).
- Die Wirte: Hans-Jürgen Reitzenstein hielt die Stellung, auch wenn er kurzzeitig mal von Armin Kraus vertreten wurde.
Was kommt jetzt?
Während die Kapellenbrüder nun ihre „Rente“ genießen (wahrscheinlich bei einem kühlen Hellen ohne Manuskript in der Hand), muss niemand Angst um den Lokalkolorit haben. Wirt Martin Lotter blickt bereits optimistisch in die Zukunft: Nächstes Jahr beginnt eine neue Ära! Eines ist sicher: Kleine Missgeschicke und skurrile Ereignisse wird es in der Region auch weiterhin geben – und es wird sich sicher jemand finden, der das Ganze mit einem Augenzwinkern „derbleckt“.Danke an die Kapellenbrüder und Karl-Heinz Neidl für 25 Jahre Lachmuskeltraining!
Ein kleiner Tipp vom „Bartl“: Wer die Kapellenbrüder vermisst, kann sich ja mal am Feuerhof umsehen – man munkelt, sie sind dort jetzt öfter als Gäste anzutreffen, ganz ohne Kostüm, dafür mit vollem Glas.